Was ist Ajoblanco – und warum ist sie so besonders?
Ajoblanco ist eine cremige, weiße Kaltsuppe aus Andalusien, zubereitet aus Mandeln, Brot, Knoblauch, Olivenöl und Wasser. Sie ist älter als Gazpacho, schlichter als Salmorejo – und dennoch genauso überraschend erfrischend und nahrhaft.
Mein erster Löffel Ajoblanco
Als ich Ajoblanco zum ersten Mal probierte, wusste ich nicht so recht, was da in meiner Schüssel lag. Es sah aus wie Joghurt, roch nach Knoblauch und schmeckte… überraschend mild. Jemand erklärte mir, dass es einst ein „Arme-Leute-Essen“ war – Brot, Knoblauch, Mandeln, Wasser und Öl. Ich dachte: ernsthaft, das soll ein Gericht sein? Bis ich noch einen Löffel nahm. Und noch einen.
Ajoblanco ist vielleicht die unterschätzteste Kaltsuppe Südspaniens. Älter als Gazpacho, einfacher als Salmorejo – und trotzdem bis heute weniger bekannt.
Eine Suppe mit Geschichte
Diese weiße Suppe aus Mandeln, altem Brot, Knoblauch und Olivenöl hat ihre Wurzeln in der maurischen Zeit. Über Jahrhunderte hinweg war sie das Essen der Arbeiter: sättigend, nahrhaft und günstig.
Heute findet man sie auch in feinen andalusischen Küchen. Kalt serviert, oft mit weißen Trauben oder Melonenstückchen. Arm und reich zugleich. Sanft, nahrhaft und wunderbar erfrischend.
Warum Ajoblanco auch zu uns gehört
Wir machten Ajoblanco zum ersten Mal an einem glühend heißen Tag, an dem der Ventilator vor allem warme Luft im Kreis pustete. Der Kühlschrank brachte keine Rettung, aber wir hatten noch Mandeln, Brot und Knoblauch. Wir probierten das Rezept – und plötzlich verstanden wir, warum dieses Gericht jahrhundertelang „Arme-Leute-Essen“ war: Man braucht fast nichts, bekommt aber alles zurück.
Es passt zu Cortijo La Vista, weil es genau das widerspiegelt, was wir hier suchen: Einfachheit, die gut tut. Keine komplizierten Spielereien, sondern ein Gericht, das still macht. So wie unser Blick auf die Landschaft: schlicht, aber unvergesslich.
Das Rezept: unsere Version von Ajoblanco
Für 4 Personen
Zutaten
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200 g geschälte Mandeln
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2 Scheiben Weißbrot (ohne Rinde, am besten altbacken)
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2–3 Knoblauchzehen (nach Geschmack)
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2 EL natives Olivenöl extra
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2 EL Sherryessig (oder Weißweinessig)
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500 ml kaltes Wasser
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eine Prise Salz
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weiße Trauben oder Melone als Topping
Zubereitung
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Das Brot kurz in etwas Wasser einweichen und ausdrücken.
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Mandeln, Knoblauch, Brot, Öl, Essig und Salz in einen Mixer geben.
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Das kalte Wasser nach und nach hinzufügen und alles zu einer glatten, cremigen Suppe pürieren.
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Mindestens 1 Stunde im Kühlschrank kaltstellen.
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Eiskalt mit Trauben oder Melone und optional einem Schuss Olivenöl servieren.
Für alle, die bei uns mit am Tisch sitzen
Manchmal gibt es Stille. Manchmal ein Schwimmbad. Manchmal nur ein Glas Wasser und einen Stuhl im Schatten. Doch es gibt immer etwas, das verbindet.
Und manchmal ist das schlicht eine Schüssel einfache Suppe. Ajoblanco eben. Einfachheit mit jedem Löffel.
FAQ – häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Ajoblanco und Gazpacho?
Ajoblanco ist cremig und weiß durch die Mandeln, Gazpacho ist rot und frischer durch Tomaten und Paprika.
Wann isst man Ajoblanco?
Vor allem in den Sommermonaten – als leichte, kühlende Mahlzeit oder als Vorspeise.
Warum wurde es „Arme-Leute-Essen“ genannt?
Weil es früher aus Brotresten und günstigen Zutaten zubereitet wurde – und dennoch eine kluge, nahrhafte Mahlzeit war.
Ajoblanco ist eine jahrhundertealte, cremige Kaltsuppe aus Andalusien, zubereitet aus Mandeln, Brot und Knoblauch. Ein Gericht, das einst „Arme-Leute-Essen“ war und heute für Einfachheit und Erfrischung steht – und perfekt zur Stille von Cortijo La Vista passt.
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Hasta luego aus Andalusien,
Daniëlle | Cortijo La Vista
